Trans* ist nicht mehr als psychische Störung klassifiziert!

ICD11

Die Weltgesundheitsorganisation hat mit dem ICD-11 ein neues Verzeichnis aller Krankheiten und psychischen Störungen herausgegeben.

Was daran so besonders ist?

Transgeschlechtlichkeit (bzw. im Wortlaut des ICD-10 Transsexualismus / Störung der Geschlechtsidentität) wurde von der Liste der psychischen Störungen gestrichen. Stattdessen ist ab nun unter der Kategorie „Zustände sexueller Gesundheit“ von einer Geschlechts-Inkongruenz die Rede.

Für Trans*menschen ist das ein Meilenstein. Weg von der Pathologisierung, weg von der Beschreibung als Abweichung von der gesunden Normativität. Da wissenschaftlich schon seit langem klar ist, dass es sich dabei nicht um eine Störung handelt war dieser Schritt lange überfällig, um Stigmatisierungen betroffener Menschen aufzulösen.

Darüber hinaus wurde auch die binäre Normativität teilweise aufgebrochen. So ist im ICD-11 die Rede von einer Inkongruenz zwischen dem „erlebten individuellen Geschlecht“ und dem „bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht“, während die alte Version noch vom „Wunsch, dem anderen Geschlecht anzugehören“ die Rede war.

Dass Transgeschlechtlichkeit überhaupt noch im ICD-11 auftaucht, ist darin begründet, dass hierdurch z.B. geschlechtsangleichende Maßnahmen durch Krankenkassen weiterhin – zumindest teilweise – übernommen werden.

Doch die Novellierung ist nicht nur eitel Sonnenschein.

Von völliger Selbstbestimmung von Trans*menschen ist die Überarbeitung noch weit entfernt. So liegt es immer noch an Ärzt*innen und Psycholog*innen, die Transidentität der Personen anzukennen und zu diagnostizieren, um angleichende Maßnahmen durchführen zu können.
Das Ziel hierbei muss jedoch ein vollständiges Ende der Pathologisierung auf Basis grundlegender Menschenrechte und dem universellen Zugang zu Gesundheitvorsorge sein.

Darüber hinaus bleibt auch der oben beschriebene Versuch, Cisnormativität aufzubrechen sehr unzureichend und muss überarbeitet werden.

Die zusätzliche Kategorie der Geschlechtsinkongruenz bei Kindern wird von Transgender-Aktivist*innen weltweit abgelehnt und muss abgeschafft werden.

Auch wenn mit der Überarbeitung ein wichtiger Grundstein zur Anerkennung der Rechte von Trans*menschen gelegt ist, ist es noch ein weiter Weg bis zu einem nicht pathologisierenden und selbstbestimmten Umgang in der Medizin.

Der nächste Schritt ist nun, sicher zu stellen, dass diese Änderung auch weltweit umgesetzt wird und die trans*feindlichen Praktiken vieler Länder ein Ende finden.

Auch die deutsche Politik muss dieses Signal der WHO als Zeichen sehen, das menschenverachtende Transsexuellengesetz (TSG) zu streichen und die Lebensrealitäten von Trans*menschen endlich anerkennen!

#solidarity
#firststep

 

weitere Infos dazu findet ihr hier:
https://www.tgns.ch/…/who-trans-menschen-nicht-laenger…/

https://tgeu.org/world-health-organisation-moves-to-end…/

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Für eine solidarische & emanzipatorische Uni: Elli wählen!

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Ab dem 13.6. geht es los mit den Onlinewahlen der Studierendenvertretung (FSR, StuRa).
Auch dieses Jahr treten wir wieder an, um euch zu vertreten und hoffen auf eure Stimmen! 😁

Wer sind wir?
Die emanzipatorische linke Liste der FSU-Jena ist ein lockerer Zusammenschluss motivierter Menschen die nicht bereit sind, eine Hochschulpolitik mitzutragen, die an der Studierendenschaft vorbei praktiziert wird. Im Gegenteil ist es unser wesentliches Anliegen die Hochschule, sowie das alltäglich gelebte Studieren vermehrt zu Räumen politischer Auseinandersetzung zu machen, so dass die Bedürfnisse und Interessen der heterogenen Studierendenschaft berücksichtigt werden.

Was wollen wir?
– Uni nach Bedürfnissen individuell ausrichten!
längere Bibliotheksöffnung, einfachere Prüfungsorganisation bei drei Versuchen, keine Zwangsexmatrikulation, Abschaffung der Anwesenheitspflicht, freiere Lerninhalte & mehr selbstverwaltete (Lern)Räume
– Uni für alle: günstiges Semesterticket, kostenfreies Studium, Gleichstellung von LGBTIQ*-Menschen, mehr veganes Essen, NC-Abschaffung, Barrierefreiheit & Antifaschismus!
– eine politische Uni: Stärkung politischer Gremien für eine wahrhaft politische Studierendenschaft!
– eine kritische soziale Uni: solidarisches Miteinander statt Ausverkauf der Forschung an Wirtschaft und Militär
– Uni auf Augenhöhe mit den Dozierenden!

Wie machen wir das?
Wir setzen uns seit Jahren für euch ein und geben euch eine Stimme in der Uni für eine effektive politische Arbeit!
Wirkliche Veränderung entsteht erst im universitären Miteinander – nicht durch ELLI, sondern uns ALLE – denn der Alltag bleibt politisch!

Darum: vom 13.6.-25.6.2018 ELLI wählen für StuRa & Senat!

mehr Infos und den Wahl-Link findet ihr hier.

Marx in Jena – Veranstaltungsreihe

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Bis heute gilt Karl Marx als einer der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und der Kapitalismus-Kritik und noch immer sind er und seine Theorien ständig im Gespräch. Manche loben ihn in großen Tönen, andere spotten über seine utopischen Ideen. Anlässlich seines 200. Geburtstages wollen wir uns seinen Ideen in dieser Veranstaltungsreihe annähern. Gemeinsam wollen wir lesen, Vorträgen lauschen, Filme schauen und uns in Workshops aktiv an das Wirken dieses Mannes heranarbeiten.
Los geht es schon diesen Donnerstag mit einem ersten Treffen des Marx-Lesekreises. Treffpunkt ist um 18Uhr an der großen Schrott-Skulptur am Campus.
Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr unter www.marxinjena.de
Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme und spannende Veranstaltungen!
Überblick über die Veranstaltungen:
Filmvorführungen:
jeweils im Gewölbekeller, Haus auf der Mauer 
11.06. 19Uhr Der junge Karl Marx
23.06. 10-22Uhr Das Kapital
04.07. 19Uhr Marx Reloaded
 
 Lesekreis:
ab 31.05. jeden Donnerstag 
 
Vorträge:
jeweils 19Uhr c.t. Hörsaal 8, Carl-Zeiss-Str. 3
07.06. „Sin Patrõn“ – Arbeiten ohne Chefs 
22.06. Murks mit Marx – Marx als Ikone des bürgerlichen Anti-Marxismus
28.06. Kapitalismus: Ende der Naturbestimmtheit, Beginn der Totalität von Gesellschaft
11.07. Marx und Feminismus – Eine Einführung
12.07. 200 Jahre Streit um den Arbeitstag
Workshops:
26.07. Marx in Karikaturen Großer Saal, Haus auf der Mauer

AfD Bürgerstammtisch? Nein danke!

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+++EILMELDUNG+++
 
Heute Abend ab 19 Uhr kommt Stefan Brandner mal wieder nach Jena zu einem AfD-Bürgerdialog in der Talschänke in Jena-Wöllnitz.
 
Nehmt nicht hin, dass Brandner und Co dort ungestört hetzen! Kommt ab 18:30 zur Gegenkundgebung direkt vor der Talschänke und macht klar, dass es keinen Platz für rechte Hetze gibt – Nicht hier und nirgendwo sonst!
 
Verbreitet es an eure Freund*innen und Bekannten und seit gemeinsam mit uns laut und bunt! (Transpis, Musik und Konfetti werden übrigens sehr gerne gesehen 😉)
Aber bitte geht nicht alleine, sondern in Gruppen. Es ist nicht auszuschließen, das sich auch Nazis zur Veranstaltung begeben.
 
#FCKAFD
#organize
 

Rechte Kräfte blockieren die Arbeit des StuRa

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In der Stura-Sitzung am vergangen Dienstag spielten sich skurrile Szenen ab – Zählkommissionen wurden angezweifelt, nach jeder einzelnen Abstimmung wurden Anträge zur Überprüfung der Beschlussfähigkeit gestellt, ganze Fraktionen verließen die Sitzung, und blockierten dadurch letztendlich die Arbeit des Gremiums. Doch wieso?

 

Vergangene Woche stelle ein Mitglied der Liste Aktiv-Engagiert-Motiviert einen Antrag, um die Rechte des Referates gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit massiv zu beschneiden und Engagement gegen Nazis (hier die Demo von NPD und Co. am 01. Mai in Erfurt) durch die Studierendenschaft in Verruf zu bringen.

Wir wehren uns entschieden dagegen, die politische Arbeit des Stura durch Anträge zu behindern, bzw. durch unterschiedliche Äußerungen zu delegitimieren. Unter dem Angesicht der aktuellen politischen Verschiebungen, regelmäßigen Übergriffen auf Geflüchteten, einer rechtsradikalen Partei in Bundestag und ganz konkret in Jena, der Stadt in dem der NSU sich organisieren und untertauchen konnte, ist eine Arbeit wie die des Referats gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit mehr als notwendig.

Da der entsprechende Antrag in der Sitzung deutlich abgewiesen wurde und der Versuch der linken Kräfte des Stura, sich mit antifaschistischer Arbeit im Allgemeinen und der Arbeit des Referats im Speziellen, zu solidarisieren erfolgversprechend war, ließen rechtskonservative des Stura rund um RCDS und AEM durch geschlossenes Verlassen der Sitzung diese lieber platzen als diese Solidarisierung in Kauf zu nehmen. Dies ist als Boykott jeglichen demokratischen Agierens zu bezeichnen.

Wir verurteilen dieses Verhalten ausdrücklich. Sowohl dieses aktive Blockieren der Arbeit des Studierendenrates als auch die Tatsache, dass ein Engagement gegen Faschismus, Rassismus und andere menschenfeindliche Haltungen in einem postnazistischen Staat selbstverständlich sein muss, wirft ein mehr als fragwürdiges Licht auf die AEM- & RCDS-Hochschulgruppen und ihre Sympathisant*innen.

Männertag? We Don`t Need!

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Heute ist Männertag – genau wie an den restlichen 364 Tagen im Jahr.
Wir leben in einer Gesellschaft, die durch das Patriarchat geprägt ist.
Dies äußert sich tagtäglich durch sexistische Übergriffe, eklatante Lohnunterschiede und Unterdrückung und Diskriminierung von allen Menschen, die nicht cis-männlich sind bzw. sich außerhalb der heteronormativen und binären Logik unserer Gesellschaft bewegen.
Wieso also diesen Tag feiern? Wieso diesen Tag zum Freifahrtschein für Mackertum und Sexismus machen?
Am Männertag gibt es nichts zu feiern – erst recht nicht, wenn Männergrüppchen saufend und mackernd durch die Stadt ziehen, Frauen* belästigen und dabei Grenzen überschreiten.“

Während am Frauen*tag jedes Jahr über Sexismus, Quoten, Kitaplätze und Gleichberechtigung gesprochen wird, zeichnet sich der Männertag durch Saufgelage und andere fragwürdige „Männlichkeitsrituale“ aus. Wäre es nicht viel wünschenswerter, sich mit Themen wie patriarchaler Dominanz und kritischer Männlichkeit auseinanderzusetzen?

Falls ihr auch keinen Bock auf Patriarchat-Partys habt, haltet einfach mal die Augen offen, es gibt auch am „Männertag“ coole Veranstaltungen, die sich kritisch damit auseinandersetzen (Zum Beispiel den Feiertag ohne Macker von Pekari am Faulloch ab 14 Uhr – yeah!).

Anlässlich des Geburtstag von Karl Marx

Marx

Heute vor 200 Jahren wurde Karl Marx und mit ihm das Gespenst des Kommunismus geboren.

Bis heute gilt Karl Marx als einer der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und der Kapitalismus-Kritik und noch immer sind er und seine Theorien ständig im Gespräch. Manche loben ihn in großen Tönen, andere spotten über seine utopischen Ideen.

Obwohl schon viel Zeit vergangen ist, seitdem er seine kritischen Ideen und Theorien veröffentlicht hat, hat sich am Problem nicht viel verändert. Noch immer bereichern sich die Wenigen auf Kosten der Vielen. Arbeiter*innen werden prekär beschäftigt, ausgebeutet und fügen sich trotzdem dem System.

Wie kommt das? Warum scheinen die Ideen von Karl Marx keinen Anklang gefunden zu haben? Und, ist das wirklich so? Um diese und weitere Fragen zu beantworten wollen wir uns anlässlich seines 200. Geburtstages gemeinsam mit der Linksjugend Jena seinen Ideen in unserer Veranstaltungsreihe #MarxInJena annähern. Gemeinsam wollen wir lesen, Vorträgen lauschen, Filme schauen und uns in Workshops aktiv an das Wirken dieses Mannes heranarbeiten.

Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben, schaut deshalb ab und zu mal auf www.marxinjena.de vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Happy Birthday, Genosse Karl!