Bildungsprotest Jena – Lernfabriken meutern: Demo am Mittwoch den 21.6.17

Karte

**BILDUNGSDEMO**LERNFABRIKEN …MEUTERN!**MITTWOCH**11 UHR

Diesen Mittwoch ist es soweit!

Die Bildungsdemo für selbstbestimmtes Lernen und Leben startet um 11 Uhr am Holzmarkt.

Anschließend werden wir auf den Campus ziehen um uns auszutauschen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen, wie wir uns in den kommenden Monaten und Jahren organisieren können um solidarische Unis und Schulen von Unten aufzubauen.

Dafür brauchen wir eure Ideen und Kritik! Geht mit uns auf die Straße und lasst uns lautstark zeigen, dass wir den ständigen Leistungsdruck nicht hinnehmen werden, denn eine andere Art von Bildung ist möglich und notwendig!

Lasst uns gemeinsam: Lernfabriken …meutern! 

Alle weiteren Infos bei Facebook

 

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Die Wahlen an der Universität – Elli wählen!

Elli Wählen

Akademische Selbstverwaltung 

in unserer Hochschule gibt es eine akademische Selbstverwaltung. Viele wichtige Entscheidungen, die auch den Studienalltag ganz unmittelbar betreffen, werde in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung getroffen. Welche Veranstaltungen bilden den Musterstudienplan, wie viele und was für Prüfungen werden geschrieben, welche Professor_innen werden berufen und noch vieles mehr.
In allen Gremien gibt es gewählte studentische Mitglieder. Kommiliton_innen, die die Interessen von uns allen vertreten. Diese Vertreter_innen für den Senat, den Fakultätsrat und den Beirat für Gleichstellungsfragen werden jetzt neu gewählt. Wer auf der Emanzipatorischen Linken Liste kandidiert, setzt sich in diesen Gremien zum Beispiel für kritische Wissenschaft, gegen Bulimielernen und für echte Gleichstellung ein.
Diese Wahl findet online unter diesem Link statt, so lange ihr keine Briefwahl beantragt habt: 
https://portal.uni-jena.de/web/urz-portal/urz-login 

Studentische Interessenvertretung 

Außerdem gibt es die studentische Interessenvertretung. Das sind vor allem die Fachschaftsräte und der Studierendenrat. Die Fachschaftsräte organisieren die Interessen der Studierenden entsprechend ihrer Fachdisziplinen. Es gibt aber auch Dinge, die alle Studierenden betreffen egal was sie studieren. Zum Beispiel das Semesterticket, die Preise in der Mensa oder die Öffnungszeiten der Bibliothek.
Insbesondere die Wahlen für den Studierendenrat sind hart umkämpft. Burschenschaften, Neoliberale, Konservative und Selbstdarsteller kandidieren genau so wie Sozialdemokraten, linksliberale Ökos, Anarchos, Marxist_innen und Feminist_innen. Einige der Letztere gemeinsam auf der Emanzipatorischen Linken Liste. Jeder Studierende zahlt pro Semester 7€ Mitgliedsbeitrag. Das sind bei ca. 17500 Studierenden immerhin pro Jahr etwa eine viertel Million Euro. Ob dieses Geld in soziale Proteste, Beratungsangebote für Studierende, alternative Kultur sowie kritische Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen fließt oder nicht, verändert das Stadtbild und das Leben in Jena ganz erheblich. Also nutzt euer Wahlrecht und Wählt Elli!
Die Wahlen finden mit Wahlzetteln an der Urne statt. Ihr braucht eure Thoska um euch auszuweisen.

Die Wahltermine sind wie folgt:
Mo, 19. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer Campus Carl-Zeiss-Straße 3)
Di, 20. Juni, 09:30 – 13:30 Uhr (Cafeteria Uniklinikum Jena-Lobeda)
Mi, 21. Juni, 10:30 – 14:30 Uhr (Mensa am Philosophenweg)
Do, 22. Juni, 10:30 – 15:30 Uhr (Mensa am Ernst-Abbe-Platz)
Fr, 23. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer Campus Carl-Zeiss-Straße 3)
Mo, 26. Juni, 10:00 – 14:00 Uhr (Aula am UHG)
Di, 27. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer im ThULB Hauptgebäude)

Geschäft oder Menschenrechte? Podiumsdiskussion zur Lage in der Türkei

Während Deutschland und die EU immer neue Abkommen mit Erdoğan schließen und die Aufnahme der Türkei in die EU weiter im Raum steht, wird dort die Demokratie Stück für Stück abgebaut, Minderheiten und Andersdenkende werden verfolgt und Verletzungen der Menschenrechte und Pressefreiheit werden alltäglich.
Doch welche Interessen hat Deutschland in Bezug auf die Türkei?

Diese uns weitere Fragen werden für uns diskutiert von Andrej Hunko und Arie Rüzgar.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23.05.2017 ab 18 Uhr c.t. im Hörsaal 7, CZS3 statt.

„Erdogan tritt die Menschenrechte mit Füßen und die EU schaut zu. Anstatt Konsequenzen zu ziehen, hält auch die Bundesregierung an der strategischen Partnerschaft mit der Türkei fest. Die polizeiliche, militärische und geheimdienstliche Kooperation muss umgehend beendet und die Bundeswehr abgezogen werden.“
Andrej Hunko, Mitglied des deutschen Bundestages

„Für seinen persönlichen Vorteil verschärfte Erdogan den
Konflikt mit den Kurden und beteiligte sich am Krieg in Syrien. Gegenwärtig steuert er die Türkei auf eine ökonomische Krise zu. Zwar wächst die Wirtschaft, aber nur, weil die Regierung die Nachfrage über eine hohe Staatsverschuldung stimuliert. Eine Beendigung der gesellschaftlichen Katastrophe scheint nur über
internationalen Druck möglich zu sein. “
Arif Rüzgar, Politikwissenschaftler & internationaler politischer Ökonom

Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag – We don´t fight for flowers!

Das Jahr 2016 startete beschissen: Mit den Übergriffen der Silvesternacht in Köln, deren rassistische Vereinnahmung sich noch weit ins Frühjahr zog und der Auftakt für all den sexistischen und frauen-, trans-, homo- und interfeindliche Kack. Wir denken an die Wahl von Trump zurück, an den Fall Lohfink, an den Amoklauf im queeren Club „Pulse“ in Florida und an die AfD. Und damit ist die Aufzählung noch lange nicht abgeschlossen.
Wir denken sicher auch alle an Persönliches. An den x-tausendsten dummen sexistischen Spruch, an Herabsetzung, an Nicht-Ernst-genommen-werden, an Gewalt und Hass und daran, wer hier immer noch die Hausarbeit alleine macht und weniger verdient.
Wir dürfen nicht aufhören, solche Zustände anzuklagen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei soll es allerdings nicht bleiben: Wir müssen gemeinsam in die Zukunft schauen, unsere (Zwischen)Erfolge feiern und trotzdem weiter kämpfen und streiten.
So erlebten wir mit der Kampagne #ausnahmslos, die sich ausgehend von Köln gegen Rassismus, Sexismus und sexualisierte Gewalt aussprach, die erste große und medial wirksame feministische Kampagne 2016. Das deutsche Sexualstrafrecht ist bei „Nein heißt Nein“ angekommen, tausende Pol*innen demonstrierten erfolgreich gegen die Verschärfung des ohnehin restriktiven Abtreibungsrecht, die selbst ernannten „Lebensschützer“ bekamen bei ihren Märschen ordentlich feministischen Gegenwind, es gab einen großen und kraftvollen Protest von Betroffenen des Teilhabegesetzes gegen eben dieses und zum Frauen*kampftag am 8. März gab es viele kämpferische Demonstrationen und Aktionen.
Feministische Solidarität, Vernetzung und eine gemeinsame feministische Offensive gegen herrschende Missstände im Alltag oder in der Gesellschaft haben auch unser Jahr 2016 geprägt – und so soll es auch 2017 weiter vorwärts gehen. Im Februar starten wir wieder unsere feministische Veranstaltungsreihe in Thüringen, wollen Menschen erreichen und zusammen bringen, wollen gemeinsam demonstrieren, diskutieren und feiern – ob zum Frauen*kampftag oder gegen die Einschränkung unserer Rechte. Und: Wir wollen deiner Stimme Raum geben und gemeinsam mit dir offensiv für eine feministische Perspektive eintreten. Los gehts!

Hier könnt ihr das Programmheft durchblättern und uns auf Facebook folgen.  Eine gute Übersicht und weiter Veranstaltungen findet ihr außerdem auf dem Blog des Bündnisses

Ist die AfD eine eine faschistische Partei?

Die Antifaschistische Aktion Jena lädt herzlich zum Thementag. 
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Nicht erst seit der Skandal-Rede, die der Thüringer AfD-Landessprecher und völkische Hardliner Björn Höcke jüngst in Dresden gehalten hat, wird das (neo-)faschistische Potential der AfD diskutiert. Trump, Le Pen, Farage, Wilders, Hofer und Höcke sind nur einige Vertreter einer politischen Strömung, die den Westen seit einigen Jahren immer stärker durchfließt. Sie eint eine starke Betonung des Nationalen, ein zunehmender Rückhalt in der Bevölkerung und die vehemente Ablehnung durch etablierte Parteien und Medien.

Die AfD verbindet nationalkonservativen Marktradikalismus mit völkisch-nationalistischer Ideologie, und mittlerweile ist sie das wichtigste Projekt der radikalen Rechten hierzulande. Sie ist der parlamentarische Arm u.a. der »Neuen Rechten« und macht auch Positionen salonfähig, die bislang nur von neofaschistischen Rechten vertreten wurden. Die Verstrickungen von AfD und Neonazi-Szene sind bekannt, und hier in Jena etwa demonstrierte die Junge Alternative zuletzt Seite an Seite mit den Faschos von »Thügida«…

Doch wie groß ist die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wirklich? Ist es richtig, die AfD als »faschistisch« zu charakterisieren? Was verstehen wir eigentlich unter Faschismus? Was bedeutet das für die Organisation von Widerstand? Und welche Bündnisse brauchen wir, um den rechten Vormarsch zu stoppen?

Am Samstag den 04.02. wollen wir versuchen diese Fragen mit euch zu diskutieren. Hierzu findet um:

15.00 Uhr ein Workshop zum Thema „Was ist Faschismus?“ und um
18.00 Uhr ein Vortrag von Hans Christoph Stoodt aus Frankfurt im Hörsaal 7 der FSU statt.

…und ab 21.30 Uhr: Party im Gewölbekeller, Haus auf der Mauer! Wir freuen uns auf euch!

Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung mit Prof. Dr. Tilman Reitz, Susanne Hennig-Wellsow (MdL) und Malte Pannemann (HoPo Ref)

das Referat für Hochschulpolitik des Studierendenrates der FSU Jena und die Hochschulgruppe SDS laden herzlich ein zu drei kurzweiligen Vorträgen mit anschließender Diskussion.

„Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung“
Mit Prof. Dr. Tilman Reitz, Susanne Hennig-Wellsow (MdL) und Malte Pannemann (HoPo Ref)
Am Mittwoch den 1.2. von 18:00 bis 20:00
In der FSU Jena, Hörsaal 8, Carl-Zeiß-Straße 3

Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung

Die Bedeutung der Hochschulen verändert sich. Inzwischen beginnen fast 50% jedes Jahrgangs ein Studium. Die Zahl der Studierenden ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Die finanziellen Zuwendungen für die Hochschulen aber nicht. Immer mehr Menschen sollen mit einem entsprechend hohen Abschluss qualifiziert werden. Doch die Lehr- und Lernbedingungen werden immer schlechter. Überfüllte Seminare, schlechte Betreuung- und prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind die Folgen.

Gleichzeitig wurden in Deutschland im Windschatten der Bolognareform verschiedene Änderungen durchgesetzt, die die Studienbedingungen zusätzlich verschlechtern: Druckmechanismen wie die Bindung des BAföG an ein Studium in Regelstudienzeit, Bulimielernen im Zuge der hohen Prüfungsdichte, offene und verdeckte Studiengebühren, Anwesenheitspflicht, ein Mangel an Masterplätzen der unausweichlich zu einem Konkurrenzdenken anstatt einem solidarischen Umgang unter Studierenden führt. Das alles und noch viel mehr belastet die Studierenden und mindert die Qualität des Studiums. Laut einer Statistik von Krankenkassen werden Studierende körperlich und psychisch viel häufiger krank als gleichaltrige Nichtstudierende. Studierenden bleiben kaum Möglichkeiten, sich mit eigenen Themeninteressen auseinanderzusetzen. Neben dem steigenden Zeitdruck verhindert auch die Ausdünnung wissenschaftlicher Pluraliät ein kritisches Lernen.

Währenddessen wurden die Möglichkeiten der Mitbestimmung insbesondere für Studierende beschnitten und die akademische Selbstverwaltung intransparenter. So verschlechtern sich die Bedingungen für Lehrende und Studierende und die Möglichkeiten politisch dagegen zu Arbeiten schrumpfen.

Tilman Reitz und Peter Ullrich haben einen Aufschlag „Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung “ verfasst. Wir laden euch ein, mit Tilman Reitz über die Probleme an den Hochschulen zu diskutieren und welche Veränderungen dem Trend entgegenwirken könnten. Außerdem dabei ist Malte Pannemann, der Referent für Hochschulpolitik des Studierendenrates der FSU Jena und Susanne Hennig-Wellsow, die Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag.

Aktion: Kriegstreiber outen!

Montag, 15 Uhr — Kriegstreiber outen! — Johannisstr. Jena
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spätestens seit dem Beginn der „Flüchtlingskrise“ ist Krieg auch wieder im Bewusstsein der Menschen in Jena angekommen. Dabei findet in Jena von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet bereits seit Jahren Rüstungsproduktion statt. Eine wichtige Rolle spielt dabei Jenoptik. Der Konzern produziert unter anderem Bauteile für den Leopard 2 Panzer, Kampfhubschrauber und Kampfflugzeuge. Vor kurzem erst machte Jenoptik Schlagzeilen mit neuen Großaufträgen für Bauteile der Patriot-Raketen und für den Eurofighter. Der Konzern verdient so an den Kriegen und dem durch sie verursachten Leid in aller Welt. Wir sind nicht mehr bereit dies protestlos hinzunehmen. Kommt deshalb am Montag (05.12.) um 15 Uhr in die Johannisstr. und protestiert mit uns gegen Kriege und Rüstungsproduktion.

STOP WARS – Gemeinsam gegen ihre Kriege