Kundgebung am Mittwoch den 14.11.12 vor dem Rathaus: Rüstungsstandort Jena – der Krieg beginnt hier!

Wie das Referat für Menschenrechte (am Studierendenrat der FSU) erfahren hat, plant die Stadt Jena einen Grundstücksverkauf im Gewerbegebiet Jena21 an das Rüstungsunternehmen EADS (in Form der 100igen Tochter Astrium). Selbst die Aussage, dass hier „nur Forschung im Bereich Optik“ stattfinden soll, zeugt bereits von der Kurzsichtigkeit oder einer gespielten Ahnungslosigkeit der Zuständigen. Da alle Forschungsbereiche der EADS, egal ob Luftfahrt, Raumfahrt oder Kommunikation (abgesehen von dem eindeutigen Bereich RÜSTUNG) in die Militär- und Rüstungsforschung fließen, ist es absolut inakzeptabel diesem Rüstungsunternehmen in Jena auch nur einen Quadratzentimeter Raum zu gewähren! Militär- und Rüstungsforschung stehen in direktem Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen auf dieser Welt, der Ausbau der eigenen Rüstungsindustrie provoziert immer neuen Bedarf an Einsatzfeldern für diese.

Kommt am Montag um 16 Uhr in den StuRa, um gemeinsam Flugblätter mit dem Aufruf gegen den Flächenverkauf zu stimmen, zu verteilen.

Kommt am Mittwoch um 16.30 Uhr vor das Rathaus, um den Stadträt_innen zu zeigen, dass ihr gegen die Unterstützung von Rüstungsunternehmen seid und eine Entscheidung nicht an euch vorbei geschehen darf.

Neben dem Eurofighter, Kampfhubschraubern und Kommunikationseinrichtungen für militärische Anwendungen lautet die Selbstdarstellung der Firma, sie „ist in den Bereichen Militärflugzeuge, Lenkflugkörper, Aufklärung und Überwachung (ISR) mit bemannten und unbemannten Flugzeugen (UAVs), Gefechtsführungssysteme, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik sowie den dazugehörigen Dienstleistungen tätig.“ (http://www.eads.com/eads/germany/de/presse/press.de_20041203_idz.html)

Ihr seid aufgerufen den gewählten Vertreter_innen der Stadt Jena klar zu machen, dass ein Verkauf von Flächen an solche Wirtschaftszweige grundsätzlich inakzeptabel und eine Entscheidung über solche umstrittenen Projekte im nicht-öffentlichen Teil der Stadtratssitzung eine Unverforenheit gegenüber den Menschen hier und überall ist. Insbesondere im universitären Bereich sind Aktivis beständig bemüht die Themen Krieg und Menschenrechtsverletzungen kritisch zu beleuchten, sowie eine Zivilklausel an der FSU zu etablieren (http://www.jenapolis.de/2012/05/studierendenrat-der-fsu-jena-beschliesst-einstimmig-einfuehrung-einer-zivilklausel/). Hier nicht von einem allgemeinen Interesse der Bevölkerung an der Thematik auszugehen, ist schlichtweg scheinheilig.

Wir fordern eine entschiedene Ablehnung des Verkaufs von Flächen an die EADS oder deren Tochterkonzerne durch den Jenaer Stadtrat und eine öffentliche Diskussion zum weiteren Vorgehen mit der benannten Problematik!

Leitet diesen Aufruf an alle Menschen in Jena weiter!

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