Aktionswochen „Gesellschaft Macht Geschlecht“ 16.-28.11.15

Anlässlich der Aktionswoche „gesellschaft macht geschlecht“ veranstaltet das Gleichstellungsreferat des Studierendenrates an der FSU vom 16. bis 28. November wieder eine antisexistische Aktionswoche. Zusammen mit weiteren Organisationen finden Workshops, Vorträge, Diskussionen, ein Barcamp und eine Party im Rosenkeller statt.

Spread the word, kommt vorbei, kommt ins Gespräch, zeigt Haltung!

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Programm:

Montag, 16.11.2015

  • 18 Uhr, Hörsaal 4, Vortag & Diskussion Positionalität und Wahrheit. Spannungsfelder feministischer Wissenschaftskritik (Sophia Ermert, HU Berlin)

    Es besteht die Erwartung, dass Wissenschaft objektiv betrieben wird und wahre Aussagen über die Welt hervorbringt. Wer dieses Wissen produziert, soll für das Wissen selbst keine Rolle spielen. Diese Annahmen sind von feministischen Theoretiker_innen kritisiert worden. Zentrale These ist, dass wissenschaftliches Wissen nicht neutral und objektiv ist, sondern aus spezifischen (androzentrischen, geopolitischen usw.) Perspektiven heraus entstanden ist. Die Frage nach dem Verhältnis von sozialer Positionierung, Wissen und Wahrheits- bzw. Objektivitätsansprüchen bietet bis heute Anlass zu kontroversen Diskussionen.

    (https://www.facebook.com/events/696533687113577)

Dienstag, 17.11.2015

  • 18 Uhr, Hörsaal 7, Input und Diskussion Frauenbewegungen in muslimisch geprägten Ländern am Beispiel vom Arabischen Frühling (Hoda Salah, Cairo/Berlin)

    Der westliche Blick auf die Frauen aus muslimisch geprägten Ländern ist durchaus von islamistisch/partiarchalen Bildern besetzt. Oft sieht sogar der westliche Feminismus in Frauen aus bestimmten Ländern nur Opfer, die gerettet werden müssen. Doch die Realität sieht etwas anders aus.
    In dem Vortrag soll um die Frauenbewegungen aus muslimisch geprägten Ländern und die entscheidende Rolle von Frauen beim sogenannten arabischen Frühling gehen.
    Um welche Rechte haben diese Frauen seit dem frühen 20. Jahrhundert gekämpt? Aus welcher Schicht kamen die Frauen, die bestimmte Rechte einforderten? Was hat der islamische Feminismus auf sich? Welche Formen von Feminismus dienen als Grundlage für die Frauenbewegungen im arabischen Raum?
    Und nicht zuletzt, wie sieht eine Solidarität mit nach Deutschland geflüchteten Frauen aus?

    The western view on women from predominantly muslim countries are strongly marked with islamic and patriarchal pictures. Very often the west and christian influenced feminism even just have a look on women from certain countries as victims, who need help and deliverance.
    But the reality looks different.
    This presentation from Hoda Salah is about women’s movements in the muslimic influenced countries in times of the arabic spring. For which rights are these women fighting for since the early 20th century? From which social class come these women? What about the islamic feminism? Which forms of feminism are root positions for womens’s movements in the Arab countries?
    Last but not least, how can the solidarity look like between women who fled from their countries to Germany and the women on site?

    (https://www.facebook.com/events/1042687259117532/)

Donnerstag, 19.11.2015

  • 21 Uhr, Rosenkeller, Party mit FaulenZa +++ DJ* Schuchi +++ DJ* kapazitiver Blindwiderstand

    Gesellschaft Tanzt Geschlecht Que_er 

    Mitten in den Aktionswochen „Gesellschaft Macht Geschlecht“ liegt der „Transgender Day of Remambrance“. An diesem Tag wird Opfern transphober Gewalt gedacht.
    Wir wollen am vorabend dieses Tages mit euch in eine glitzernde, queere Zukunft tanzen, in der Menschen das Recht haben, ihre Geschlechtsidentität selbst zu bestimmen und zu feiern!

  • VVK: 3 € am 18.&19.11. im Foyer der Ernst-Abbe Mensa

    (https://www.facebook.com/events/548096578679702/)

Freitag, 20.11.2015

  • 14 Uhr, Hörsaal 9, Workshop Trans*misogynie – Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten (FaulenzA)

    „In dem Workshop stelle ich nach einer inhaltlichen Einführung aktuelle Beispiele vor, die zeigen dass selbst femministische Räume kein safe-space für Trans*frauen sind. Diese können wir gemeinsam diskutieren: Was ist daran trans*misogyn? Wie könnten Texte, Veranstaltungsankündigungen, Sticker etc. anders gestaltet, geschrieben sein? Was kann getan werden um femministische Räume inklusiver für Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten zu machen? Wichtige Themen in diesem Workshop sind unter anderem:
    -Femminitätsfeindlichkeit als gesamtgesellschatliches Problem, aber auch als Problem in queerfemminitsicher Szene,
    -die Art und Weise wie oft über Genitalien geredet wird
    -Die Art und Weise, wie oft über Menstruation geredet wird
    -Das „Sozialisationsargument“, mit dem Trans*frauenausschlüsse begründet werden
    -Trans*gender Day of Remembrance zum Gedenken der ermordeten Trans*menschen (größtenteils Trans*frauen of Colour)
    -Zusammenwirken von Trans*misogynie und Rassismus“

    (https://www.facebook.com/events/475102255995791/)

Montag, 23.11.2015

  • 18 Uhr, Hörssal 8, Input & Diskussion Mama und Papa? Gleichgeschlechtliche Elternschaft und Partnerschaft (David Stiller, FSU Jena)

    Die aktuelle politische Diskussion über die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare in Deutschland und die damit einhergehende Möglichkeit der Adoption, aber auch die hitzige Debatte über die Bildungsplanreform verdeutlichen, dass gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Gesellschaft noch nicht vollständig anerkannt sind. Welche Argumentationen stecken hinter dieser Abwertung nicht-heterosexueller Zweierbeziehungen? Welche Begründungsmuster werden angeführt, schwule bzw. lesbische Paare als weniger geeignete Eltern darzustellen? Gemeinsam soll im Workshop die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung über homosexuelle Paare und deren Familienrealisierung diskutiert werden.

    (https://www.facebook.com/events/1518855978439627/)

Dienstag, 24.11.2015

  • 18 Uhr, Hörsaal 4, Workshop Offene Beziehungen – über Normen, Bedürfnisse und das ganze Gefühlschaos (Gruppe Fkk)

    Keine romantischen Fotos an der Wand. Keine täglichen SMS. Kein gemeinsamer Besuch bei den Eltern. Meine Beziehungsperson_en dürfen wissen, wo ich bin; müssen es aber auch nicht. Mehr als eine Person bekommt Kosenamen. Manchmal treffe ich meine Partner*in_nen für Sexdates, manchmal auch andere Menschen. An anderen Tagen führen wir Gespräche ohne uns ein einziges Mal berührt zu haben. Ab und an frage ich mich, was soll das denn eigentlich sein? Eine Beziehung? Und wex bestimmt das?

    (https://www.facebook.com/events/908593085860780/)

Mittwoch, 25.11.2015

  • 17:00-18:00 Uhr: Kerzenaktion auf dem Campus mit Jenaer Frauenhaus e.V.

    Der 25. November ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Daran beteiligen wir uns als Jenaer Frauenhaus e.V. jährlich mit einer Kerzenaktion zum Gedenken an die Betroffenen Häuslicher Gewalt und verschiedenen anderen Aktionen.
    Geschichte des Aktionstages:
    Zurückzuführen ist dieser Tag auf die Geschichte der Schwestern Mirabal. Diese waren im Untergrund tätig und wurden 1960 in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörigen des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt, gefoltert und ermordet. Der Mut der Schwestern bei ihrem Kampf gegen Tyranei gilt inzwischen als Symbol weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit 1990 ist der 25.11. offiziell anerkannter Gedenktag durch die UNO.
    Am 25. November 2001 wurden auf Initiative von Terre des Femmes zum ersten Mal die Fahnen gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

    (https://www.facebook.com/events/894840523898481/)

  • 19:30 Uhr, Hörsaal 4, Input und Diskussion Intersektionalität: ein neuer Ansatz zur Analyse von Macht- und Herrschaftsverhältnissen?! (Andrea Nachtigall, EAH Jena)

    Intersektionalität steht für einen relativ neuen Ansatz, der mehrdimensionale Diskriminierung in den Fokus rückt und Macht- und Herrschaftsverhältnisse in ihren Wechselwirkungen und Überschneidungen analysiert. In der Veranstaltung soll in die Theorie der Intersektionalität eingeführt sowie deren kritisches Potential diskutiert werden.

    (https://www.facebook.com/events/1489814747986894/)

Samstag, 28.11.2015

  • 11-17 Uhr, Seminarraum 306 Queer_feministische Un_konferenz *Barcamp*

    Zum Abschluss der Aktionswochen „Gesellschaft Mact Geschlecht“ möchten wir mit euch ungezwungen und locker – aber doch einigermaßen strukturiert – über Gesellschaft, Macht, Geschlecht, Sexualität, Mehrfachdiskriminierung, Körper, das politische Private, Selbst- und Fremdfürsorge und vieles vieles mehr, was euch einfällt, was euch unter den Nageln brennt, zu sprechen kommen.
    Das Konzept Un_konferenz aka Barcamp bietet einen perfekten Rahmen für hierarchiearme Wissensweitergabe und -multiplizierung, und persönlicherem Austausch.

    (https://www.facebook.com/events/194070674264849/)

Bei Bedarf bietet das Gleichstellungsreferat Kinderbetreuung an. Wenn möglich, bitte anmelden unter gleichstellung@stura.uni-jena.de oder einfach vorbeikommen.

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