Und täglich grüßt der Sexismus – Feuerzangebowle im Hörsaalkino

cameringo_20171215_201401_original

In der vergangenen Woche hat das Hörsaalkino Jena wieder die Feuerzangenbowle in mehreren Aufführungen gezeigt.

Dass der Film ein Nazi-Relikt ist, welches vor NS-Propaganda nur so strotzt, ist nicht neu.
(An dieser Stelle sei auf die kritische Auseinandersetzung des AstA Hamburg verwiesen)
Dass der Film von den Veranstalter*innen nicht kritisch hinterfragt wird, ist auch nicht neu.

Neu sind allerdings die „Mitmachkarten“. Diese Karten fordern das Publikum dazu auf, in bestimmten Momenten bestimmte Aktionen durchzuführen. Zum Beispiel mit einer Klingel zu klingeln, wenn Pfeiffers Wecker klingelt.

Oder eben zu pfeiffen und zu johlen, „immer, wenn ein Frauenzimmer zu sehen ist“.

Die Feuerzangenbowle vertritt ein Frauenbild der 1890er Jahre, welches Frauen aufs Gröbste objektifiziert und sie nur bezüglich ihres Aussehens, ihrer Heiratswilligkeit und dem Wunsch, das „Frauenzimmer“ zu küssen, einordnet und auch nur unter diesen Aspekten im Film auftreten lässt.

Dieses hochgradig frauenverachtende Weltbild zu tolerieren, lehnen wir ab. Es aber durch solche Aktionen aktiv zu unterstützen, wie es das Hörsaalkino tut, ist auf schärfste zu verurteilen. Durch diese Aktionen werden sexistische und menschenverachtende Einstellungen an den Universitäten gefördert – einem Ort, der eigentlich den Status quo kritisch hinterfragen sollte.

Advertisements

Bürgerdialog der AfD in Apolda

Wir wurden beschimpft und bedroht. Mit Bürgerdialog hatte das nichts mehr zu tun.
Auf der Veranstaltung mit Björn Höcke waren ca. 200 Menschen. Viele davon mit deutlicher Rechtsaußen-Gesinnung.
Als Zeichen gegen Rechtsextremismus waren wir und andere Genoss*innen vor Ort und haben versucht mit den AfDlern zur diskutieren. Dabei wurden uns die Worte im Mund herum- und Zahlen und Gesetze verdreht. Wirkliche Antworten auf unsere Fragen haben wir nicht bekommen, stattdessen wurde skandiert, gejohlt und Drohungen aus dem Publikum wurden ohne Hehl ausgesprochen. Jeglicher Raum für Diskussion wurde unterbunden – was nicht passte wurde ignoriert, die Anwesenden mehr als einmal angelogen.
Die AfD trat an diesem Abend als rechte Partei auf, die log und den Populismus als Deckmantel nutzt, obwohl ihre Absichten zuerst den Reichen und Unternehmen zur Gute kommen.
Das kann keine Alternative für Deutschland sein!

Bürgerdialog AfD Apolda 17

Wöchentliche Treffen im Wintersemester

Liebe Interessent*innen,

heute ist es so weit: Unser erstes reguläres Treffen im Wintersemester findet um 20Uhr c.t. im Seminarraum im Haus auf der Mauer statt!
Von jetzt an treffen wir uns dort wöchentlich, jeden Montag um 20 Uhr c.t.

Falls ihr das Haus auf der Mauer noch nicht kennt, hier der Maps-Link: https://goo.gl/maps/ToD9XLWDSMy
Der Eingang befindet sich am Johannisplatz gegenüber der Straße Am Heinrichsberg. Direkt nach dem Eingang gibt es ein Treppenhaus, dass euch in das erste Obergeschoss führt. Dort befindet sich der Eingang zum Seminarraum direkt gegenüber.

Wir freuen uns auf Euch!

Euer SDS Jena

Kennenlernabend des SDS Jena

Willkommen beim SDS Jena!
Wir sind eine Gruppe politisch interessierter Studierender- 
Einige engagieren sich bei uns zum ersten Mal politisch, Andere sind schon länger aktiv.
Am Infoabend erfährst Du, wer wir sind, was wir wollen und warum Du mitmachen solltest.

Wenn Du auch der Überzeugung bist, dass jeder Mensch einen 
uneingeschränkten Zugang zu Bildung haben muss, Demokratie nicht vor dem Campus Halt zu machen hat und einige Wenige sich niemals auf Kosten der Gesellschaft bereichern dürfen, bist du bei uns richtig.
Wir freuen uns auf Dich!
(Und danach auf ein paar Bier in der „Quergasse“)

Bildungsprotest Jena – Lernfabriken meutern: Demo am Mittwoch den 21.6.17

Karte

**BILDUNGSDEMO**LERNFABRIKEN …MEUTERN!**MITTWOCH**11 UHR

Diesen Mittwoch ist es soweit!

Die Bildungsdemo für selbstbestimmtes Lernen und Leben startet um 11 Uhr am Holzmarkt.

Anschließend werden wir auf den Campus ziehen um uns auszutauschen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen, wie wir uns in den kommenden Monaten und Jahren organisieren können um solidarische Unis und Schulen von Unten aufzubauen.

Dafür brauchen wir eure Ideen und Kritik! Geht mit uns auf die Straße und lasst uns lautstark zeigen, dass wir den ständigen Leistungsdruck nicht hinnehmen werden, denn eine andere Art von Bildung ist möglich und notwendig!

Lasst uns gemeinsam: Lernfabriken …meutern! 

Alle weiteren Infos bei Facebook

 

Die Wahlen an der Universität – Elli wählen!

Elli Wählen

Akademische Selbstverwaltung 

in unserer Hochschule gibt es eine akademische Selbstverwaltung. Viele wichtige Entscheidungen, die auch den Studienalltag ganz unmittelbar betreffen, werde in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung getroffen. Welche Veranstaltungen bilden den Musterstudienplan, wie viele und was für Prüfungen werden geschrieben, welche Professor_innen werden berufen und noch vieles mehr.
In allen Gremien gibt es gewählte studentische Mitglieder. Kommiliton_innen, die die Interessen von uns allen vertreten. Diese Vertreter_innen für den Senat, den Fakultätsrat und den Beirat für Gleichstellungsfragen werden jetzt neu gewählt. Wer auf der Emanzipatorischen Linken Liste kandidiert, setzt sich in diesen Gremien zum Beispiel für kritische Wissenschaft, gegen Bulimielernen und für echte Gleichstellung ein.
Diese Wahl findet online unter diesem Link statt, so lange ihr keine Briefwahl beantragt habt: 
https://portal.uni-jena.de/web/urz-portal/urz-login 

Studentische Interessenvertretung 

Außerdem gibt es die studentische Interessenvertretung. Das sind vor allem die Fachschaftsräte und der Studierendenrat. Die Fachschaftsräte organisieren die Interessen der Studierenden entsprechend ihrer Fachdisziplinen. Es gibt aber auch Dinge, die alle Studierenden betreffen egal was sie studieren. Zum Beispiel das Semesterticket, die Preise in der Mensa oder die Öffnungszeiten der Bibliothek.
Insbesondere die Wahlen für den Studierendenrat sind hart umkämpft. Burschenschaften, Neoliberale, Konservative und Selbstdarsteller kandidieren genau so wie Sozialdemokraten, linksliberale Ökos, Anarchos, Marxist_innen und Feminist_innen. Einige der Letztere gemeinsam auf der Emanzipatorischen Linken Liste. Jeder Studierende zahlt pro Semester 7€ Mitgliedsbeitrag. Das sind bei ca. 17500 Studierenden immerhin pro Jahr etwa eine viertel Million Euro. Ob dieses Geld in soziale Proteste, Beratungsangebote für Studierende, alternative Kultur sowie kritische Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen fließt oder nicht, verändert das Stadtbild und das Leben in Jena ganz erheblich. Also nutzt euer Wahlrecht und Wählt Elli!
Die Wahlen finden mit Wahlzetteln an der Urne statt. Ihr braucht eure Thoska um euch auszuweisen.

Die Wahltermine sind wie folgt:
Mo, 19. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer Campus Carl-Zeiss-Straße 3)
Di, 20. Juni, 09:30 – 13:30 Uhr (Cafeteria Uniklinikum Jena-Lobeda)
Mi, 21. Juni, 10:30 – 14:30 Uhr (Mensa am Philosophenweg)
Do, 22. Juni, 10:30 – 15:30 Uhr (Mensa am Ernst-Abbe-Platz)
Fr, 23. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer Campus Carl-Zeiss-Straße 3)
Mo, 26. Juni, 10:00 – 14:00 Uhr (Aula am UHG)
Di, 27. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr (Foyer im ThULB Hauptgebäude)

Geschäft oder Menschenrechte? Podiumsdiskussion zur Lage in der Türkei

Während Deutschland und die EU immer neue Abkommen mit Erdoğan schließen und die Aufnahme der Türkei in die EU weiter im Raum steht, wird dort die Demokratie Stück für Stück abgebaut, Minderheiten und Andersdenkende werden verfolgt und Verletzungen der Menschenrechte und Pressefreiheit werden alltäglich.
Doch welche Interessen hat Deutschland in Bezug auf die Türkei?

Diese uns weitere Fragen werden für uns diskutiert von Andrej Hunko und Arie Rüzgar.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23.05.2017 ab 18 Uhr c.t. im Hörsaal 7, CZS3 statt.

„Erdogan tritt die Menschenrechte mit Füßen und die EU schaut zu. Anstatt Konsequenzen zu ziehen, hält auch die Bundesregierung an der strategischen Partnerschaft mit der Türkei fest. Die polizeiliche, militärische und geheimdienstliche Kooperation muss umgehend beendet und die Bundeswehr abgezogen werden.“
Andrej Hunko, Mitglied des deutschen Bundestages

„Für seinen persönlichen Vorteil verschärfte Erdogan den
Konflikt mit den Kurden und beteiligte sich am Krieg in Syrien. Gegenwärtig steuert er die Türkei auf eine ökonomische Krise zu. Zwar wächst die Wirtschaft, aber nur, weil die Regierung die Nachfrage über eine hohe Staatsverschuldung stimuliert. Eine Beendigung der gesellschaftlichen Katastrophe scheint nur über
internationalen Druck möglich zu sein. “
Arif Rüzgar, Politikwissenschaftler & internationaler politischer Ökonom