Wie der MDR am rechten Rand fischt

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Der MDR Sachsen hatte für vergangenen Dienstagabend eine Diskussionsrunde zu politischer Korrektheit und Sprachsensibilität angesetzt.
Betitelt wurde diese mit „Darf man heute noch ‚Neger‘ sagen.

Was fällt auf?
Also mal ganz abgesehen davon, dass die Frage an sich schon seit dem letzten Jahrtausend mit einem klaren Nein beantwortet sein sollte und Konsens sein muss, dass es sich hierbei um eine rassistische und diskriminierende Ausdrucksweise handelt?

Die Antwort auf die Frage, wie man eine solche Diskussion am besten besetzt, hat der MDR auf eine unfassbar ignorante Art und Weise beantwortet. Nicht nur, dass man ausschließlich weiße Menschen einlädt, um zu klären, was als rassistisch gilt, (Klar, was sollen auch Menschen, die tagtäglich von rassistischer Diskriminierung betroffen haben, dazu zu sagen haben?) sondern auch die Auswahl der Teilnehmer*innen macht stutzig. Da wären zum einen Frauke Petry, Ex-AfD-Abgeordnete, die Sprechverbote als die Vorstufe von Denkverboten bezeichnet und von dem „Lumpenproletariat der afro-arabischen Welt“ spricht. Zum anderen der rechtspopulistische „ich lass mir nichts verbieten“-Journalist Peter Hahne.
Wohin diese Diskussion geführt hätte, ist klar. Auch klar war, dass ein Shitstorm nicht lange auf sich warten ließ, woraufhin der MDR die Sendung absagte. Besonders interessant ist hier jedoch die Begründung. Man sagte nicht ab, weil man sich eingestand, mit dem Teaser rassistische Sprache zu bedienen – er wurde lediglich als rhetorische Zuspitzung bezeichnet. Man sagte auch nicht ab, weil die Hälfte der Redner*innen aus dem rechten Lager kommt oder nur weiße Personen an der Debatte beteiligt waren. Nein, mag sagte lediglich „vorerst“ ab, weil mit Kerstin Köditz und Robert Feustel die Hälfte der Gäste abgesagt hatte. Dass in Aussicht gestellt wurde, die Sendung „vielleicht sogar mit einem erweiterten Teilnehmerkreis“ in Zukunft stattfinden zu lassen, lässt jedenfalls nichts gutes ahnen.

#FightRacism

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Bürgerdialog der AfD in Apolda

Wir wurden beschimpft und bedroht. Mit Bürgerdialog hatte das nichts mehr zu tun.
Auf der Veranstaltung mit Björn Höcke waren ca. 200 Menschen. Viele davon mit deutlicher Rechtsaußen-Gesinnung.
Als Zeichen gegen Rechtsextremismus waren wir und andere Genoss*innen vor Ort und haben versucht mit den AfDlern zur diskutieren. Dabei wurden uns die Worte im Mund herum- und Zahlen und Gesetze verdreht. Wirkliche Antworten auf unsere Fragen haben wir nicht bekommen, stattdessen wurde skandiert, gejohlt und Drohungen aus dem Publikum wurden ohne Hehl ausgesprochen. Jeglicher Raum für Diskussion wurde unterbunden – was nicht passte wurde ignoriert, die Anwesenden mehr als einmal angelogen.
Die AfD trat an diesem Abend als rechte Partei auf, die log und den Populismus als Deckmantel nutzt, obwohl ihre Absichten zuerst den Reichen und Unternehmen zur Gute kommen.
Das kann keine Alternative für Deutschland sein!

Bürgerdialog AfD Apolda 17

Ist die AfD eine eine faschistische Partei?

Die Antifaschistische Aktion Jena lädt herzlich zum Thementag. 
afa

Nicht erst seit der Skandal-Rede, die der Thüringer AfD-Landessprecher und völkische Hardliner Björn Höcke jüngst in Dresden gehalten hat, wird das (neo-)faschistische Potential der AfD diskutiert. Trump, Le Pen, Farage, Wilders, Hofer und Höcke sind nur einige Vertreter einer politischen Strömung, die den Westen seit einigen Jahren immer stärker durchfließt. Sie eint eine starke Betonung des Nationalen, ein zunehmender Rückhalt in der Bevölkerung und die vehemente Ablehnung durch etablierte Parteien und Medien.

Die AfD verbindet nationalkonservativen Marktradikalismus mit völkisch-nationalistischer Ideologie, und mittlerweile ist sie das wichtigste Projekt der radikalen Rechten hierzulande. Sie ist der parlamentarische Arm u.a. der »Neuen Rechten« und macht auch Positionen salonfähig, die bislang nur von neofaschistischen Rechten vertreten wurden. Die Verstrickungen von AfD und Neonazi-Szene sind bekannt, und hier in Jena etwa demonstrierte die Junge Alternative zuletzt Seite an Seite mit den Faschos von »Thügida«…

Doch wie groß ist die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wirklich? Ist es richtig, die AfD als »faschistisch« zu charakterisieren? Was verstehen wir eigentlich unter Faschismus? Was bedeutet das für die Organisation von Widerstand? Und welche Bündnisse brauchen wir, um den rechten Vormarsch zu stoppen?

Am Samstag den 04.02. wollen wir versuchen diese Fragen mit euch zu diskutieren. Hierzu findet um:

15.00 Uhr ein Workshop zum Thema „Was ist Faschismus?“ und um
18.00 Uhr ein Vortrag von Hans Christoph Stoodt aus Frankfurt im Hörsaal 7 der FSU statt.

…und ab 21.30 Uhr: Party im Gewölbekeller, Haus auf der Mauer! Wir freuen uns auf euch!

Thügida und AfD in Jena

für diesen Freitag den 2.12.16 haben Thügida und die AfD von 17 Uhr bis 20 Uhr Kundgebungen auf dem Carl-Zeiß-Platz vor dem Volkshaus angemeldet. 
Die Anmeldungen beziehen sich auf den Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Regionalkonferenz der CDU. 
Das Aktionsnetzwerk gegen Rechts lädt zu einem Vorbereitungstreffen ein, das heute Abend um 20 Uhr im Hörsaal 8 in der Carl-Zeiß-Straße 3 stattfinden soll. 
Wir rufen alle Menschen dazu auf sich an den Protesten gegen die Nazis zu beteiligen! 

Nazi-Kundgebung am 20.7. in Jena

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rechtsradikale Elemente aus Thüringen, die sich hinter dem Pseudonym THÜGIDA verstecken, haben für Mittwoch den 20.07. in Jena eine Kundgebung auf dem Markt angemeldet.
In der Zeit von 12 bis 15 Uhr wollen sie auf sich und ihren Aufmarsch am 17.08. in Jena aufmerksam machen. Sie wollen mit Ihrer Anwesenheit ebenso provozieren, wie mit dem Motto „Gegen staatlich finanzierten linken Terror“.

In einem breiten Bündnis stellen wir uns Ihnen entgegen. Wir rufen alle dazu auf, sich ab 11 Uhr auf dem Marktplatz zu versammeln und sich den Nazis entgegen zu stellen. Aus dem Bündnis heraus wird es ebenfalls ein satirisches Theaterstück geben.

Wir rufen euch auf, euch an den kreativen und friedlichen Protesten zu beteiligen.
Los geht es ab 11 Uhr auf dem Marktplatz. 

Den Naziaufmarsch in Weimar blockieren!

am Samstag den 6.2.16 planen die Nazis ihren jährlichen Aufmarsch in Weimar. Alle Menschen aus Jena, die dagegen protestieren wollen und nach Möglichkeit blockieren wollen, nehmen um 8:38 Uhr den Zug vom Westbahnhof nach Weimar. In Weimar ist dann um 9:15 Uhr der Treffpunk auf dem Theaterplatz. Dort gibt wichtige Infos für die verschiedenen Protestformen. 
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Das Protestbündnis „Weimar gegen Rechts“ – bestehend aus Weimarer Institutionen, Vereinen, Parteien und Privatpersonen – ruft für Samstag, 6. Februar 2016, zum Protest gegen den geplanten sogenannten Trauermarsch von Neonazis auf.

Treffpunkt ist zunächst 9.15 Uhr der Theaterplatz. Von hier startet u.a. der Mahn- und Gedenkgang, der nach mehreren Stationen am Hauptbahnhof endet. Dort gibt es ab 11 Uhr Musik, Redebeiträge und Straßentheater. Im vergangenen Jahr standen 130 Neonazis 1.500 Weimarer*innen gegenüber.

Das Protestbündnis setzt auf die Teilnahme möglichst vieler Weimarer Bürger*innen, um erneut und angesichts der aktuellen Entwicklungen umso deutlicher ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen. Organisator des für den 6. Februar angemeldeten „Trauermarsches“ ist der Tannrodaer Neonazi Michael Fischer.

Das Protestbündnis will nicht zulassen, dass rechtsextreme Aktivitäten das Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges bestimmen und sich diesem Marsch möglichst zahlreich entgegenstellen. Mit verschiedenen eigenen Aktionen wird nicht nur an die Ereignisse erinnert, sondern unterstrichen, dass in Weimar demokratiefeindliche Gruppen nicht unwidersprochen rassistische Parolen verbreiten können.