Bildungsprotest Jena – Lernfabriken meutern: Demo am Mittwoch den 21.6.17

Karte

**BILDUNGSDEMO**LERNFABRIKEN …MEUTERN!**MITTWOCH**11 UHR

Diesen Mittwoch ist es soweit!

Die Bildungsdemo für selbstbestimmtes Lernen und Leben startet um 11 Uhr am Holzmarkt.

Anschließend werden wir auf den Campus ziehen um uns auszutauschen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen, wie wir uns in den kommenden Monaten und Jahren organisieren können um solidarische Unis und Schulen von Unten aufzubauen.

Dafür brauchen wir eure Ideen und Kritik! Geht mit uns auf die Straße und lasst uns lautstark zeigen, dass wir den ständigen Leistungsdruck nicht hinnehmen werden, denn eine andere Art von Bildung ist möglich und notwendig!

Lasst uns gemeinsam: Lernfabriken …meutern! 

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Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung mit Prof. Dr. Tilman Reitz, Susanne Hennig-Wellsow (MdL) und Malte Pannemann (HoPo Ref)

das Referat für Hochschulpolitik des Studierendenrates der FSU Jena und die Hochschulgruppe SDS laden herzlich ein zu drei kurzweiligen Vorträgen mit anschließender Diskussion.

„Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung“
Mit Prof. Dr. Tilman Reitz, Susanne Hennig-Wellsow (MdL) und Malte Pannemann (HoPo Ref)
Am Mittwoch den 1.2. von 18:00 bis 20:00
In der FSU Jena, Hörsaal 8, Carl-Zeiß-Straße 3

Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung

Die Bedeutung der Hochschulen verändert sich. Inzwischen beginnen fast 50% jedes Jahrgangs ein Studium. Die Zahl der Studierenden ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Die finanziellen Zuwendungen für die Hochschulen aber nicht. Immer mehr Menschen sollen mit einem entsprechend hohen Abschluss qualifiziert werden. Doch die Lehr- und Lernbedingungen werden immer schlechter. Überfüllte Seminare, schlechte Betreuung- und prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind die Folgen.

Gleichzeitig wurden in Deutschland im Windschatten der Bolognareform verschiedene Änderungen durchgesetzt, die die Studienbedingungen zusätzlich verschlechtern: Druckmechanismen wie die Bindung des BAföG an ein Studium in Regelstudienzeit, Bulimielernen im Zuge der hohen Prüfungsdichte, offene und verdeckte Studiengebühren, Anwesenheitspflicht, ein Mangel an Masterplätzen der unausweichlich zu einem Konkurrenzdenken anstatt einem solidarischen Umgang unter Studierenden führt. Das alles und noch viel mehr belastet die Studierenden und mindert die Qualität des Studiums. Laut einer Statistik von Krankenkassen werden Studierende körperlich und psychisch viel häufiger krank als gleichaltrige Nichtstudierende. Studierenden bleiben kaum Möglichkeiten, sich mit eigenen Themeninteressen auseinanderzusetzen. Neben dem steigenden Zeitdruck verhindert auch die Ausdünnung wissenschaftlicher Pluraliät ein kritisches Lernen.

Währenddessen wurden die Möglichkeiten der Mitbestimmung insbesondere für Studierende beschnitten und die akademische Selbstverwaltung intransparenter. So verschlechtern sich die Bedingungen für Lehrende und Studierende und die Möglichkeiten politisch dagegen zu Arbeiten schrumpfen.

Tilman Reitz und Peter Ullrich haben einen Aufschlag „Für eine Demokratisierung von Lehre und Forschung “ verfasst. Wir laden euch ein, mit Tilman Reitz über die Probleme an den Hochschulen zu diskutieren und welche Veränderungen dem Trend entgegenwirken könnten. Außerdem dabei ist Malte Pannemann, der Referent für Hochschulpolitik des Studierendenrates der FSU Jena und Susanne Hennig-Wellsow, die Vorsitzende der Linksfraktion im Thüringer Landtag.

1 Jahr Hochschulpolitik mit #r2g – SDS Jena lädt zur Diskussion

Wir laden herzlich ein zu einer kritischen Diskussion mit Christian Schaft über die Hochschulpolitik des Landes Thüringen. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag den 3.12.15 um 19 Uhr im Hörsaal 4 in der Carl-Zeiß-Straße 3. Die Veranstaltung findet ihr auch bei Facebook.

schaftiFRONT

Hochschulpolitik ist Ländersache. Hat sich die Hochschulpolitik in Thüringen durch den Regierungswechel überhaupt verändert und wenn ja wie? Wir werden insbesondere über drei Themenblöcke sprechen:

  • Hochschulfinanzierung: Wie steht es zukünftig um die Hochschulfinanzierung, wird der Insel ­Campus gebaut und wenn ja wie wird er aussehen, wie wird das Studierendenwerk finanziert, wie steht es um Transparenz und Mitbestimmung durch die Studierenden?
  • Hochschulreform: Was wird die Reform des Thüringer Hochschulgesetztes bringen, welchen Gestaltungspielraum hat das Land und was wir durch die Europaweite Bolognarefrom
    vorbestimmt.
  • Hochschulzugang: Was sind Hindernisse auf dem Weg zum Hochschulstudium, wie können Masterplätze für alle geschaffen werden, was erleichtert den Hochschulzugang für Geflüchtete?

Christian Schaft beendete sein Masterstudium der Kommunikationswissenschaften an der Uni Erfurt vor einem Jahr und arbeitet seit dem als Abgeordneter im Thüringer Landtag. Wir werden ihm Fragen zu den genannten Themenblöcken stellen. Eure Fragen und Meinungen sind uns willkommen und sollen die Diskussion zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung bereichern.

Donnerstag den 3.12.15 um 19 Uhr im Hörsaal 4 in der Carl-Zeiß-Straße 3

Konferenz zum Bildungsstreik: Wohin steuert die Uni?

wir laden sehr herzlich ein zur Konferenz „Auf zu neuen Ufern – Wohin steuert die Uni“ vom Referat für Hochschulpolitik des StuRa, der Hochschulgruppe dieLINKE.SDS und dem Protestbündnis StEPagainst. 
Vom 20.6. bis zum 22.6. gibt es Workshops und Podiumsdiskussionen. Mehr Infos auch zum Programm gibt es auf der Internetseite wohin-steuert-die-uni.de 

Bereits am Donnerstag den 19.6. wird es eine Podiumsdiskussion zu der Entwicklung der Hochschullandschaft in Thüringen geben. Ab 16 Uhr im HS 5 in der CZS 3 
Für Menschen die von Außerhalb Anreisen gibt es eine Turnhalle zum Übernachten und Essensversorgung. 
 
Wir möchten alle recht herzlich bitten auf die Konferenz aufmerksam zu machen. Leitet diese Mail weiter, nehmt die Veranstaltung in eure Kalender auf, hohlt euch Plakate und Flyer aus dem Arbeitsraum des StuRa in der CZS 3. 
plakat-regionalkonferenz jena

Hier der Ankündigungstext:

Die Bologna-Reform, welche vor 15 Jahren begann, scheint heute kaum noch einen Studi zu interessieren. Schon längst ist man es gewöhnt, dass die Seminare und die Stundenpläne voll sind, kaum jemand von kritischer Wissenschaft spricht und neben dem Studium und dem Arbeiten kaum noch Zeit für andere Dinge bleibt. Die meisten lernen es heute gar nicht anders kennen.

Doch die Hochschule sah nicht immer aus wie heute. Neben der sozialen Offenheit sind auch Möglichkeiten der Mitbestimmung und selbstbestimmten Gestaltung in der umkämpften Institution Hochschule hart erstritten worden. Der Weg zur sogenannten unternehmerischen Hochschule ist ein Prozess, der von Beschlüssen auf Bundes- oder europäischer Ebene auf der einen Seite und Protesten und Bildungsstreiks auf der anderen gezeichnet ist. Nicht zuletzt bilden die aktuellen Hochschulkürzungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und immer weiteren Bundesländern einen sich zuspitzenden Angriff auf Bildung und Wissenschaft.

Wie schätzen wir diese Entwicklungen ein? Was können wir aus der Geschichte lernen? Welche Rolle soll Hochschule in unserer Gesellschaft spielen?

Und vor allem: wie sieht eine Hochschule aus, die offen, demokatisch und kritisch ist?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir uns auf der Konferenz in Jena stellen und gemeinsam nach Antworten suchen. 

Von Athen bis Jena – warum öffentliche Ausgaben gekürzt werden und wer davon profitiert

Am Dienstag den 04.02.2014 ab 18 Uhr im Hörsaal 4 in der Carl‐Zeiß‐Str. 3

Flyer Kürzungen Vorderseite

Crisis – what crisis…!?

…so in etwa klingen die politischen Eliten im Merkelland.

Der Abgrund der Krise 2008/09 scheint überwunden, ein Absturz wie 1929 blieb aus, der Horror eskalierender Massenarbeitslosigkeit abgewendet.

Doch unter der Oberfläche brodelt es: Länder und Kommunen werden finanziell ausgetrocknet, was zu drastischen Kürzungen der öffentlichen Ausgaben führt. Im Zuge dessen wird auch bei der Bildung kräftig der Rotstift angesetzt.

Dass die Verhältnisse so sind, wie sie sind, hat viel mit der Art und Weise zu tun, wie die Wirtschaftskrise gelöst wurde.

Die Kosten der Bankenrettung wurden auf die öffentlichen Haushalte abgewälzt und die Krise des Kapitalismus (erfolgreich?) in eine Krise der Haushaltsdisziplin umgedeutet. Auf der Veranstaltung mit Arif Rüzgar wollen wir diskutieren, wie es zur Krise kam, ob diese wirklich schon als gelöst betrachtet werden kann und wo der Ansatzpunkt für eine Perspektive liegt, die das Geld bei Banken und Konzernen holt, statt es ihnen in den Rachen zu werfen.

Arif Rüzgar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft an der Universität Erfurt und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wissenschaft und Hochschule der LINKEN Thüringen.