Männertag? We Don`t Need!

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Heute ist Männertag – genau wie an den restlichen 364 Tagen im Jahr.
Wir leben in einer Gesellschaft, die durch das Patriarchat geprägt ist.
Dies äußert sich tagtäglich durch sexistische Übergriffe, eklatante Lohnunterschiede und Unterdrückung und Diskriminierung von allen Menschen, die nicht cis-männlich sind bzw. sich außerhalb der heteronormativen und binären Logik unserer Gesellschaft bewegen.
Wieso also diesen Tag feiern? Wieso diesen Tag zum Freifahrtschein für Mackertum und Sexismus machen?
Am Männertag gibt es nichts zu feiern – erst recht nicht, wenn Männergrüppchen saufend und mackernd durch die Stadt ziehen, Frauen* belästigen und dabei Grenzen überschreiten.“

Während am Frauen*tag jedes Jahr über Sexismus, Quoten, Kitaplätze und Gleichberechtigung gesprochen wird, zeichnet sich der Männertag durch Saufgelage und andere fragwürdige „Männlichkeitsrituale“ aus. Wäre es nicht viel wünschenswerter, sich mit Themen wie patriarchaler Dominanz und kritischer Männlichkeit auseinanderzusetzen?

Falls ihr auch keinen Bock auf Patriarchat-Partys habt, haltet einfach mal die Augen offen, es gibt auch am „Männertag“ coole Veranstaltungen, die sich kritisch damit auseinandersetzen (Zum Beispiel den Feiertag ohne Macker von Pekari am Faulloch ab 14 Uhr – yeah!).

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Anlässlich des Geburtstag von Karl Marx

Marx

Heute vor 200 Jahren wurde Karl Marx und mit ihm das Gespenst des Kommunismus geboren.

Bis heute gilt Karl Marx als einer der einflussreichsten Theoretiker des Sozialismus und der Kapitalismus-Kritik und noch immer sind er und seine Theorien ständig im Gespräch. Manche loben ihn in großen Tönen, andere spotten über seine utopischen Ideen.

Obwohl schon viel Zeit vergangen ist, seitdem er seine kritischen Ideen und Theorien veröffentlicht hat, hat sich am Problem nicht viel verändert. Noch immer bereichern sich die Wenigen auf Kosten der Vielen. Arbeiter*innen werden prekär beschäftigt, ausgebeutet und fügen sich trotzdem dem System.

Wie kommt das? Warum scheinen die Ideen von Karl Marx keinen Anklang gefunden zu haben? Und, ist das wirklich so? Um diese und weitere Fragen zu beantworten wollen wir uns anlässlich seines 200. Geburtstages gemeinsam mit der Linksjugend Jena seinen Ideen in unserer Veranstaltungsreihe #MarxInJena annähern. Gemeinsam wollen wir lesen, Vorträgen lauschen, Filme schauen und uns in Workshops aktiv an das Wirken dieses Mannes heranarbeiten.

Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben, schaut deshalb ab und zu mal auf www.marxinjena.de vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Happy Birthday, Genosse Karl!

50 Jahre Hetze – BILD bleibt tödlich

Heute vor 50 Jahren, am 11. April 1968 wurde Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Rechtsradikalen angeschossen. Dutschke starb wenige Jahre später an den Folgen dieses Attentats. Der sozialistisch deutsche Studierendenverband (SDS) schuldigte daraufhin das Verlagshaus Springer an, mit ihrer Hetze gegen die Studierendenbewegung solche und andere Ausschreitung befeuert zu haben.

Rhonda Koch, Geschäftsführerin des Die Linke.SDS äußerte hierzu: ’50 Jahre später hat sich an der menschenverachtenden Meinungsmache von Bild und Co. nichts geändert. Bild bleibt tödlich. Ihre rassistische Hetzjagd auf Geflüchtete, auf muslimische Mitbürger*innen, Menschen mit migrantischen Erfahrungen; HartzIV-Empfänger*innen, ihre sexistischen Angriffe auf Frauen, sie alle formen eine rechte Ideologie, die sich in Hass entlädt.‘

Wir klagen Bild an, mitschuldig an den brennenden Geflüchtetenheimen und den rassistischen Übergriffen zu sein, mitschuldig an dem rassistischen und sexistischen Alltag.

Wir gendenken heute – im Sinne von Rudi Dutschke – der Opfer der menschenverachtenden Ideologie von Springer and friends. Aus diesem Grund hat eine Gruppe Studierender vergangene Nacht mit einem Beamer den Spruch ’50 Jahre Hetze – Bild bleibt tödlich‘ an das Verlagsgebäude von Springer geworfen.

Und wir schlagen zurück: diese Welt ist 50 Jahre nach 68 keinen Deut besser! Es wird Zeit, dass wir erneut anpacken, dass wir organisiert unser Leben in die Hand nehmen und es der Herrschaft von Merkel, Seehofer, Gauland und Reichelt entreißen.

http://www.geschichtewirdgemacht.de

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Studierende aller Fakultäten vereinigt Euch!

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Morgen geht die Vorlesungszeit weiter und wir treffen uns wie gehabt jeden Montag um 20 Uhr (c.t.) im Seminarraum 1 im Haus auf der Mauer.

Du bist auch der Überzeugung bist, dass jeder Mensch einen uneingeschränkten Zugang zu Bildung haben sollte, Demokratie nicht vor dem Campus Halt zu machen hat und einige Wenige sich niemals auf Kosten der Gesellschaft bereichern sollten? Dann bist du bei uns richtig.

Alle unsere Treffen sind für Interessierte offen, komm einfach vorbei! Wir freuen uns über deine Mitarbeit und sind stets offen für neue Ideen!

Die nächsten Termine:
09.04.18 Erstes Offenes Treffen im Sommersemester
16.04.18 Offenes Treffen: Input und Diskussion
„Wähler*innenschaft der AfD“ 
23.04.18 Offenes Treffen: Input und Diskussion
„Katalanische Unabhängigkeitsbewegung“
30.04.18 Offenes Treffen: Input und Diskussion

#Semesterstart
#organize
#SDS
#KritikAnDieUni

 

Language That Matters – Ein Workshop zu gendergerechter Sprache

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Sprache beeinflusst unser Denken. Durch sie entstehen Bilder in unserem Kopf, die unsere Gedanken formen. Gleichzeitig ist Sprache unser wichtigstes Kommunikationsmittel.
Immer mehr Menschen versuchen, in ihren Formulierungen zu gendern. Das Thema ist hierbei aktueller denn je – und nicht gerade unumstritten: Was soll die Änderung bestimmter Formulierungen in Form von ein paar Satzzeichen bewirken? Was habe ich mit der Gender-Debatte zu tun? Was für verschiedene Formen des Genderns gibt es?
Diese und noch weitere Fragen werden in dem Workshop „Einführung ‚Gendern‘ – Gendergerecht schreiben und sprechen“ von Muriel Aichberger (Sozial-, Kunst- und Medienwissenschaftler mit Schwerpunkt Equality, Diversity und Inklusion) beantwortet.
Nach einer Einführung in die Thematik, wird anhand von Übungen und Beispielen der Umgang mit den verschiedenen Formen des Genderns verdeutlicht.
Da die Plätze in dem Workshop auf 20 Teilnehmer*innen begrenzt sind, bitten wir euch, euch vorher bei uns anzumelden. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Der Workshop findet am Dienstag, den 20.02.18 ab 18:30 (c.t.)
im Seminarraum 221 am Campus Carl-Zeiss-Straße 3 statt.

 

Anmeldung:

Da die Veranstaltung in der Vergangenheit liegt,
ist eine Anmeldung nicht mehr möglich.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, homophobe, trans*phobe, rassistische, oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Und täglich grüßt der Sexismus – Feuerzangebowle im Hörsaalkino

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In der vergangenen Woche hat das Hörsaalkino Jena wieder die Feuerzangenbowle in mehreren Aufführungen gezeigt.

Dass der Film ein Nazi-Relikt ist, welches vor NS-Propaganda nur so strotzt, ist nicht neu.
(An dieser Stelle sei auf die kritische Auseinandersetzung des AstA Hamburg verwiesen)
Dass der Film von den Veranstalter*innen nicht kritisch hinterfragt wird, ist auch nicht neu.

Neu sind allerdings die „Mitmachkarten“. Diese Karten fordern das Publikum dazu auf, in bestimmten Momenten bestimmte Aktionen durchzuführen. Zum Beispiel mit einer Klingel zu klingeln, wenn Pfeiffers Wecker klingelt.

Oder eben zu pfeiffen und zu johlen, „immer, wenn ein Frauenzimmer zu sehen ist“.

Die Feuerzangenbowle vertritt ein Frauenbild der 1890er Jahre, welches Frauen aufs Gröbste objektifiziert und sie nur bezüglich ihres Aussehens, ihrer Heiratswilligkeit und dem Wunsch, das „Frauenzimmer“ zu küssen, einordnet und auch nur unter diesen Aspekten im Film auftreten lässt.

Dieses hochgradig frauenverachtende Weltbild zu tolerieren, lehnen wir ab. Es aber durch solche Aktionen aktiv zu unterstützen, wie es das Hörsaalkino tut, ist auf schärfste zu verurteilen. Durch diese Aktionen werden sexistische und menschenverachtende Einstellungen an den Universitäten gefördert – einem Ort, der eigentlich den Status quo kritisch hinterfragen sollte.

Wöchentliche Treffen im Wintersemester

Liebe Interessent*innen,

heute ist es so weit: Unser erstes reguläres Treffen im Wintersemester findet um 20Uhr c.t. im Seminarraum im Haus auf der Mauer statt!
Von jetzt an treffen wir uns dort wöchentlich, jeden Montag um 20 Uhr c.t.

Falls ihr das Haus auf der Mauer noch nicht kennt, hier der Maps-Link: https://goo.gl/maps/ToD9XLWDSMy
Der Eingang befindet sich am Johannisplatz gegenüber der Straße Am Heinrichsberg. Direkt nach dem Eingang gibt es ein Treppenhaus, dass euch in das erste Obergeschoss führt. Dort befindet sich der Eingang zum Seminarraum direkt gegenüber.

Wir freuen uns auf Euch!

Euer SDS Jena