Und täglich grüßt der Sexismus – Feuerzangebowle im Hörsaalkino

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In der vergangenen Woche hat das Hörsaalkino Jena wieder die Feuerzangenbowle in mehreren Aufführungen gezeigt.

Dass der Film ein Nazi-Relikt ist, welches vor NS-Propaganda nur so strotzt, ist nicht neu.
(An dieser Stelle sei auf die kritische Auseinandersetzung des AstA Hamburg verwiesen)
Dass der Film von den Veranstalter*innen nicht kritisch hinterfragt wird, ist auch nicht neu.

Neu sind allerdings die „Mitmachkarten“. Diese Karten fordern das Publikum dazu auf, in bestimmten Momenten bestimmte Aktionen durchzuführen. Zum Beispiel mit einer Klingel zu klingeln, wenn Pfeiffers Wecker klingelt.

Oder eben zu pfeiffen und zu johlen, „immer, wenn ein Frauenzimmer zu sehen ist“.

Die Feuerzangenbowle vertritt ein Frauenbild der 1890er Jahre, welches Frauen aufs Gröbste objektifiziert und sie nur bezüglich ihres Aussehens, ihrer Heiratswilligkeit und dem Wunsch, das „Frauenzimmer“ zu küssen, einordnet und auch nur unter diesen Aspekten im Film auftreten lässt.

Dieses hochgradig frauenverachtende Weltbild zu tolerieren, lehnen wir ab. Es aber durch solche Aktionen aktiv zu unterstützen, wie es das Hörsaalkino tut, ist auf schärfste zu verurteilen. Durch diese Aktionen werden sexistische und menschenverachtende Einstellungen an den Universitäten gefördert – einem Ort, der eigentlich den Status quo kritisch hinterfragen sollte.

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Bürgerdialog der AfD in Apolda

Wir wurden beschimpft und bedroht. Mit Bürgerdialog hatte das nichts mehr zu tun.
Auf der Veranstaltung mit Björn Höcke waren ca. 200 Menschen. Viele davon mit deutlicher Rechtsaußen-Gesinnung.
Als Zeichen gegen Rechtsextremismus waren wir und andere Genoss*innen vor Ort und haben versucht mit den AfDlern zur diskutieren. Dabei wurden uns die Worte im Mund herum- und Zahlen und Gesetze verdreht. Wirkliche Antworten auf unsere Fragen haben wir nicht bekommen, stattdessen wurde skandiert, gejohlt und Drohungen aus dem Publikum wurden ohne Hehl ausgesprochen. Jeglicher Raum für Diskussion wurde unterbunden – was nicht passte wurde ignoriert, die Anwesenden mehr als einmal angelogen.
Die AfD trat an diesem Abend als rechte Partei auf, die log und den Populismus als Deckmantel nutzt, obwohl ihre Absichten zuerst den Reichen und Unternehmen zur Gute kommen.
Das kann keine Alternative für Deutschland sein!

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Bus aus Jena zur TTIP / CETA-Demo nach Leipzig am 17.09.

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am Samstag, dem 17.09., findet um 12 Uhr in Leipzig eine von sieben Groß-demonstrationen gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA statt. Alle Infos zur Demo findet ihr hier.

Der LINKE Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert hat aus diesem Anlass einen Bus (VERARI-Reisen) nach Leipzig organisiert.

Dieser wird in Jena um 9.30 Uhr am Busbahnhof Jena einen Zwischenstopp einlegen (Start ist in Neustadt/Orla). Im Bus wird ein Unkostenbeitrag von 10 € erhoben, der auch gespendet werden kann.

Wer mitfahren möchte, sollte sich unter ralph.lenkert.wk@bundestag.de oder 03641-231606 im Wahlkreisbüro in Jena anmelden.

Fällt aus!!! Die Krise der Europäischen Union: Deutsche Hegemonie und die europäische Linke

Aufgrund einer Erkrankung des Referenten kann die Veranstaltung heute leider nicht stattfinden und muss zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben. 

Mit Prof. Dr. Frank Deppe (Marburg) am 16.2.16 um 16 Uhr im Hörsaal 7 in der Carl-Zeiß-Straße 3. 

Europa rutscht immer tiefer in die Krise: Nach der großen Finanz- und Wirtschaftskrise gerieten nach 2011 zahlreiche Mitgliedstaaten (vor allem im Süden) an den Rand der Insolvenz. Gegenwärtig wird die EU durch die Flüchtlingskrise erschüttert. Das Krisenmanagement in der EU konzentrierte sich – unter deutscher Führung – auf die Durchsetzung eines Schuldenabbaus (Austeritätspolitik), bei der die Rettung der Banken im Vordergrund stand, während die Krisenstaaten – vor allem Griechenland und seine linke Syriza-Regierung – in die „Schuldknechtschaft“ getrieben wurden. Deutschland ist wieder einmal – in der Mitte Europas – die stärkste Macht des Kontinents. Aus der Regierung kommt die Forderung nach mehr militärischen Einsätzen.

  • Findet ein erneuter „Griff nach der Weltmacht“ (Fritz Fischer) statt, der im vergangenen Jahrhundert zwei Katastrophen produzierte?
  • Wie reagiert die europäische Linke darauf?
  • Wer/was ist überhaupt die „europäische Linke“?
  • Kann sich die Linke im Europa der Krise aus der tiefen Niederlage befreien, in die sie Ende des 20. Jahrhundert geraten war?

Zahlreiche Fragen, auf die der Marburger Politikwissenschaftler immer wieder in seinen neueren Publikationen eingeht. 

Front

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Politische Bildung des Studierendenrates der FSU Jena und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen. 

Deutlich werden! Antira-Demo in Jena | 11.12.

Die Ereignisse an den Grenzen, die Änderungen in den Gesetzen und Aufmärsche der Rassist_innen überschlagen sich zur Zeit. Statt all dem nur ohnmächtig hinterherzurennen, wollen wir mit unserer Position deutlich werden und aus der Deckung kommen. Unter dem Motto „GRENZEN ABSCHAFFEN UND ALLE BLEIBEN!“ rufen wir am 11.Dezember zur antirassistischen & antifaschistischen Demonstration in Jena auf.

Wir treffen uns am Freitag, dem 11.Dezember ab 15Uhr an der Gemeinschaftsunterkunft in der Schulstraße 11 (Jena-Ost).
Nach der Anfangskundgebung geht´s gegen 16Uhr los auf Jenas Straßen.

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MEHR INFOS rund um die Demo und die anschließende Diskussionsveranstaltung „Antirassistische Kämpfe ausweiten!“ findet ihr auf deutlichwerden.blogsport.de

Fachtagung: „Soziale Grundrechte auch für Flüchtlinge“ am 1.12.

Fachtagung in der Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena am Dienstag, dem 01. Dezember 2015

Unterstützt durch das Institut für Weiterbildung, Beratung und Planung im Sozialen Bereich – IWIS e.V. / gefördert durch die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge beim Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.

Mit dieser Fachtagung soll ein praxisbezogener wissenschaftlich-politischer Dialog über die beiden zentralen Fragen der aktuellen Flüchtlingspolitik geführt werden: a) Wie gelingt die Inklusion der Flüchtlinge in den deutschen Sozialstaat und was muss sich in ihm ändern und: b) Können und wollen wir soziale Grundrechte (Menschenrechte) jenseits der nationalen Grenzen und Identitäten garantieren? Damit beschäftigt sich die Fachtagung mit Fragen im Spannungsfeld von Ethik, Sozialer Arbeit und Sozialpolitik.

weitere Infos auf http://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2015/

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Stop-G7 Filmabend

das Stop-G7-Bündnis zeigt den Dokumentarfilm „Neue Wut III – Das war der Gipfel“ von Martin Keßler am 11. Mai 2015 um 19 Uhr im Frei(t)raum der Uni Jena (Erdgeschoss Carl-Zeiß-Straße 3). Danach bleibt noch Zeit und Raum für Diskussion. Kommt vorbei und bringt eure Freunde mit! 

Facebook Veranstaltung hier.

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„Juni 2007. Ostseebad Heiligendamm. Der größte Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. Über 17000 PolizistInnen, selbst die Bundeswehr, „sichern“ das rituelle Gipfeltreffen der „mächtigsten Frau und Manner der Welt“, den sogenannten „Weltwirtschaftsgipfel“.
Trotzdem gelingt es circa 12000 GlobalisierungskritikerInnen immer wieder, die wichtigsten Zufahrtsstraßen zum hermetisch mit Zaun und Stacheldraht abgeriegelten Tagungsort zu blockieren. Und ihre Kritik an dem gegenwärtigen Weltwirtschaftssytem und Ihre Alternativen öffentlich zu machen. Obwohl zunächst das „Chaos von Rostock“, Politikerrufe nach Gummigeschossen und GSG 9 gegen die „Steinewerfer von Rostock“, die Schlagzeilen beherrschen.

Der Dokumentarfilm neueWUT III – DAS WAR DER GIPFEL! kann und will die Frage nach der Rolle staatlicher Undercover-Agenten bei den Protesten in Heiligendamm nicht beantworten. Auch nicht die vielen Fragen nach Verhalten und Rolle des sogenannten „schwarzen Blocks“. Aber er will die Bedeutung dieser Fragen aufzeigen.

Vor allem will der Film eine „Chronik der laufenden Ereignisse“ liefern, das Geschehen während „der Tage von Rostock und Heiligendamm“ nachzeichnen. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte und der DemonstrantInnen. Und die vielen Aktionen und Veranstaltungen, in denen es um die Auswirkungen von Globalisierung und weltweiter Privatisierung auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen geht.“