Geschäft oder Menschenrechte? Podiumsdiskussion zur Lage in der Türkei

Während Deutschland und die EU immer neue Abkommen mit Erdoğan schließen und die Aufnahme der Türkei in die EU weiter im Raum steht, wird dort die Demokratie Stück für Stück abgebaut, Minderheiten und Andersdenkende werden verfolgt und Verletzungen der Menschenrechte und Pressefreiheit werden alltäglich.
Doch welche Interessen hat Deutschland in Bezug auf die Türkei?

Diese uns weitere Fragen werden für uns diskutiert von Andrej Hunko und Arie Rüzgar.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23.05.2017 ab 18 Uhr c.t. im Hörsaal 7, CZS3 statt.

„Erdogan tritt die Menschenrechte mit Füßen und die EU schaut zu. Anstatt Konsequenzen zu ziehen, hält auch die Bundesregierung an der strategischen Partnerschaft mit der Türkei fest. Die polizeiliche, militärische und geheimdienstliche Kooperation muss umgehend beendet und die Bundeswehr abgezogen werden.“
Andrej Hunko, Mitglied des deutschen Bundestages

„Für seinen persönlichen Vorteil verschärfte Erdogan den
Konflikt mit den Kurden und beteiligte sich am Krieg in Syrien. Gegenwärtig steuert er die Türkei auf eine ökonomische Krise zu. Zwar wächst die Wirtschaft, aber nur, weil die Regierung die Nachfrage über eine hohe Staatsverschuldung stimuliert. Eine Beendigung der gesellschaftlichen Katastrophe scheint nur über
internationalen Druck möglich zu sein. “
Arif Rüzgar, Politikwissenschaftler & internationaler politischer Ökonom